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Zum Tod von Herbert Hettich

Unfassbar traurig haben wir von Herberts Tod erfahren. Mit ihm ist am 29. September ein Mann von uns gegangen, dessen Name untrennbar mit dem südbadischen Ringen und insbesondere mit der großen Ringertradition in Vörstetten und Freiburg verbunden ist.

Geboren am 19. Januar 1951, erlernte Herbert das Ringen beim ASV Vörstetten und gehörte schon bald bei Mannschaftskämpfen und Meisterschaften zu den erfolgreichsten Sportlern des Vereins. In den 1970er-Jahren wechselte er nach Freiburg und hatte dort gemeinsam mit einer starken Generation von Ringern Anteil daran, die Stadt zu einer Hochburg des deutschen Ringkampfsports zu machen.

Die Vereinschronik des AV Germania Freiburg-St. Georgen führt ihn ausdrücklich als einen der Spitzenringer dieser Zeit auf und nennt ihn gemeinsam mit Namen wie Adolf Seger, Werner Hettich, Mario Sabatini, Eduard Giray und weiteren großen Freiburger Ringern. Herbert bestritt deutsche und internationale Meisterschaften und war damit Teil einer der erfolgreichsten Epochen des Freiburger Ringens.

Auch die Freiburger Bundesligaära ist eng mit seinem Namen verbunden. In den historischen Berichten begegnet uns Herbert sowohl im Umfeld des AV Germania Freiburg-St. Georgen als auch des SV Freiburg-Haslach. Besonders eindrucksvoll ist der Bericht über das erste Freiburger Bundesliga-Derby im Jahr 1976, bei dem Herbert für den SV Freiburg-Haslach auf der Matte stand. Die Rivalität zwischen St. Georgen und Haslach war damals legendär – und beide Vereine brachten über viele Jahre herausragende Ringer hervor.

Die heutige RKG Freiburg 2000 erinnert an diese Zeit als die „goldene Generation“ des Freiburger Ringens. Herbert Hettich gehörte ausdrücklich dazu. Die drei dritten Plätze des AV Germania St. Georgen bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften 1969, 1970 und 1972 zählen zu den herausragenden Erfolgen dieser Ära und stehen beispielhaft für die Stärke, die das Freiburger Ringen damals auszeichnete.

Doch vielleicht ist das Schönste an einer solchen Lebensgeschichte nicht allein das, was ein Mensch selbst erreicht hat, sondern auch das, was von ihm weitergetragen wird.

Herbert Hettich war Vater von Nicole Steigert und Großvater von Leonie und Luca Steigert. Dass auch seine Enkel dem Ringkampfsport und seinem Heimatverein Vörstetten verbunden sind und insbesondere Leonie inzwischen selbst zu den erfolgreichen Nachwuchsringerinnen Deutschlands gehört und auch auf internationaler Bühne Erfolge feiert, lässt eine besondere sportliche Familientradition erkennen. Darauf war Herbert immer unfassbar stolz. Wann immer es ihm möglich war, begleitete er seine Enkel und verfolgte ihre sportliche Entwicklung mit großer Freude.

So verbindet sich mit Herbert Hettich nicht nur die Erinnerung an einen erfolgreichen Ringer einer großen Ära. Mit ihm verbindet sich auch die Geschichte einer Familie, in der die Leidenschaft für den Ringkampfsport über Generationen weitergegeben wurde.

Den Menschen, die Herbert persönlich kannten, wird sicherlich weit mehr in Erinnerung bleiben als Meisterschaften, Platzierungen und Bundesliga-Kämpfe: ein Sportkamerad, ein Vater, ein Großvater, ein Freund und ein Mensch, der dem Ringen über Jahrzehnte verbunden war.

Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner Frau Monika, seinen Kindern mit ihren Familien, allen Ringerfreunden und allen, die um ihn trauern.

Möge die Erinnerung an Herbert Hettich bleiben – auf und neben der Matte. Wir werden uns immer sehr gerne an ihn erinnern. Ruhe in Frieden, Herbert.

Die Trauerfeier findet am 13. Oktober um 14.00 Uhr in der Kirche in Unterreute statt.

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