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DM der Frauen und Männer 2026

Vom 4. bis 6. Juni traf sich die deutsche Ringerelite in Elsenfeld, um ihre nationalen Titelkämpfe auszutragen. Knapp 300 Ringerinnen und Ringer standen an drei Tagen auf der Matte und lieferten sich hochklassige und spannende Duelle. Für Südbaden gingen insgesamt 45 Athletinnen und Athleten an den Start.

Die Deutschen Meisterschaften boten alles, was unseren Sport ausmacht: große Emotionen, beeindruckende Kämpfe, Siege und Niederlagen, bewegende Momente und viele wertvolle Begegnungen. Besonders schön sind bei solchen Veranstaltungen die Gespräche mit Menschen, die den Ringsport seit Jahrzehnten prägen – als Sportlerinnen und Sportler, Trainer, Kampfrichter, Funktionäre, Eltern oder Fans. Sie alle tragen dazu bei, dass das Ringen die schönste Sportart der Welt ist.

Ein ganz besonderer und emotionaler Moment war für den Südbadischen Ringerverband die Verabschiedung von Elena Brugger. Bereits im Alter von fünf Jahren entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Ringen und blickt nun auf eine beeindruckende, 22-jährige Karriere zurück. Zahlreiche nationale und internationale Erfolge, unzählige Kämpfe und eine außergewöhnliche Konstanz auf höchstem Niveau zeichnen ihren sportlichen Weg aus. Talent, Ehrgeiz, Disziplin und Fairness machten sie zu einer der prägenden Persönlichkeiten des deutschen Frauenringens.

Doch Elena war weit mehr als nur eine erfolgreiche Athletin. Mit ihrer offenen und sympathischen Art wurde sie für viele junge Ringerinnen und Ringer zu einem Vorbild – auf und neben der Matte. Auch schwere Verletzungen konnten sie nie dauerhaft stoppen. Immer wieder kämpfte sie sich mit beeindruckender Willensstärke zurück. Mit ihrem bei den Deutschen Meisterschaften 2026 errungenen zehnten Deutschen Meistertitel setzte sie ihrer außergewöhnlichen Karriere die Krone auf und verabschiedete sich zugleich von der nationalen und internationalen Wettkampfbühne. Liebe Elena, wir wünschen dir für deinen weiteren Lebensweg von Herzen alles Gute, viel Gesundheit und zahlreiche neue Erfolgserlebnisse.

Auch sportlich konnte das Team #Siegbaden ein beeindruckendes Ausrufezeichen setzen. In der Länderwertung belegte Südbaden den 1. Platz bei den Männern im freien Stil sowie jeweils den 2. Platz bei den Frauen und bei den Männern im griechisch-römischen Stil. Ein herausragendes Ergebnis, das von den mitgereisten Fans begeistert gefeiert wurde. Die Deutschen Meisterinnen und Meister durften sich in diesem Jahr neben den Medaillen zusätzlich über einen Meistergürtel freuen, der den Gewinn des nationalen Titels auf besondere Weise würdigte.

Herzlichen Glückwunsch an alle erfolgreichen Ringerinnen und Ringer, ihre Trainerinnen und Trainer sowie die Heimatvereine, die täglich die Grundlage für solche Leistungen schaffen. Ein besonderer Dank gilt auch unseren Kampfrichtern, die sowohl auf der Matte als auch im Videoteam hervorragende Arbeit geleistet haben. Ebenso bedanken wir uns bei den mitgereisten Funktionären, die mit großem Engagement für einen reibungslosen Ablauf und eine perfekte Organisation sorgten.

Als voller Erfolg erwies sich das neue Konzept des Deutschen Ringer-Bundes, die verschiedenen Stilarten im Wechsel auszutragen. Dadurch muss jede Athletin und jeder Athlet nur an einem Wettkampftag Gewicht machen und antreten. Gleichzeitig erhalten die Zuschauer die Möglichkeit, die Sportlerinnen und Sportler von den ersten Qualifikationskämpfen am Morgen bis – im besten Fall – hin zu den Finalkämpfen am Abend zu begleiten. Besonders das Frauenringen profitiert von diesem Format und erhält die Aufmerksamkeit, die es verdient.

Großen Zuspruch erhielt auch der Stand der Children Cancer Foundation (CCF), die sich für krebskranke Kinder und deren Familien einsetzt. Sowohl DRB-Präsident Jens Nettekoven als auch die Stiftungsvorständin Ulrike Weinz betonten die Bedeutung dieser wertvollen Zusammenarbeit. Wenn ein Kind an Krebs erkrankt, gerät das Leben einer ganzen Familie aus dem Gleichgewicht. Die CCF unterstützt betroffene Familien dabei, insbesondere finanzielle Belastungen abzufedern und neue Hoffnung zu schenken. Eine Initiative, die große Anerkennung verdient. Während im Sport faire Kämpfe oberste Priorität haben, ist der Kampf gegen Krebs oft alles andere als fair. Umso wichtiger sind Projekte, die Solidarität und Unterstützung in den Mittelpunkt stellen.

Schon heute blicken wir gespannt auf die nächsten Deutschen Meisterschaften. Der bisherige Drei-Jahres-Vertrag mit der Stadt Elsenfeld ist ausgelaufen, gleichzeitig stehen im kommenden Jahr zahlreiche Ranking-Turniere im Hinblick auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles auf dem Programm. Wo und wann die nächste Deutsche Meisterschaft stattfinden wird, bleibt daher mit Spannung abzuwarten.

Abschließend gilt unser Dank auch den Verantwortlichen des Deutschen Ringer-Bundes für die Organisation und Durchführung einer rundum gelungenen Deutschen Meisterschaft. Elsenfeld war einmal mehr ein würdiger Gastgeber für die besten Ringerinnen und Ringer Deutschlands und bot den perfekten Rahmen für ein großartiges Wochenende im Zeichen unseres Sports.

Alle Ergebnisse unter Link

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